2008 – Gutes Jahr für Störche

Das Jahr 2008 soll ein gutes für den Weißstorch in Deutschland werden. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) erwartet, dass erstmals seit 2005 die Anzahl Weißstorchenpaare wieder die 4000 übersteigt. Dies bestätigte der Storchenexperte des NABU Kai-Michael Thomsen in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Durch den zunehmenden Anbau von sogenannten Energiepflanzen, wie Mais oder Raps, wird das Nahrungsangebot für die Tiere jedoch zunehmend knapper und damit gerät auch ihr Lebensraum in Gefahr. „Da immer mehr Wiesen für den Maisanbau zur Biogas-Produktion umgepflügt werden, sinkt der Grünlandanteil drastisch“, so Thomsen.

Damit die Störche also genug Nahrung finden, sollte das Grünland als wichtigster Lebensraum der Tiere stärker geschützt werden. Daher fordert der NABU den Vertragsnaturschutz weiter auszubauen, damit Landwirte gegen finanzielle Gegenleistungen auf ihren Flächen mehr zum Schutz der Wildvögel tun, z.B. weniger pflügen oder düngen.

Im Rekordjahr 2004 wurden in Deutschland insgesamt 4482 Storchenpaare gezählt. Diese Zahl wird zwar in diesem Jahr nicht übertroffen, aber es seien vielerorts mehr Störche als im vergangenen Jahr gezählt worden, z.B. in Hamburg, meint Thomsen. Genaue Zahlen für 2008 werden erst im Winter bekannt sein.

„Sehr viele Pärchen sind zurückgekommen, weil das Wetter für den Storchenflug in diesem Frühjahr sehr günstig war“, sagte Thomsen, „schon Mitte April waren 80 Prozent der Tiere aus ihrem Winterlager zurück und hatten die Nester besetzt.“

Im Durchschnitt zieht ein Storchenpaar zwei Jungvögel pro Jahr groß.

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