Berlin – Hauptstadt der Spatzen

Laut den Ergebnissen einer Zählung des Naturschutzbundes NABU leben in Berlin im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen mit Abstand die meisten Spatzen. Demnach leben auf 10 Hektar Fläche im Durchschnitt 14 Brutpaare, was hochgerechnet auf die Gesamtfläche Berlins ca. 120.000 Pärchen ergibt.

Zum Vergleich: in Hamburg oder Köln kommen auf 10 Hektar Fläche ca. 3-4 Pärchen und in London nicht einmal mehr ein Pärchen. Im Gegensatz zu anderen Städten ist in Berlin auch der Bestand insgesamt gleich geblieben.

Die Gründe für diese Entwicklung können bisher nur vermutet werden. Scheinbar gibt es in Berlin trotz zunehmender Sanierung und häufiger Versiegelung von Flächen immer noch genügend Möglichkeiten für die Haussperlinge zu nisten und zu brüten.

Mit Abstand der beliebteste Platz der Spatzen ist dabei der Berliner Zoo. Als Nistplätze werden die Reetdächer des Zoos genutzt und zum Schlafen lassen sich die Spatzen in Scharen in den vielen Büschen in und um den Berliner Zoo nieder.

Insgesamt gibt es in Berlin 35 Probeflächen auf denen die Vögel gezählt und die Ergebnisse anschließend hochgerechnet werden. Die nächste Zählung steht wieder in fünf Jahren an.

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