Europäischer Gerichtshof stoppt Frühlingsjagd

Der Europäische Gerichtshof mit Sitz in Luxemburg hat mit einer Entscheidung vom 24. April 2008 die Frühlingsjagd auf Malta vorläufig verboten. Die Regierung des Inselstaates kann die Jagd auf die in diesen Tagen aus ihren Winterquartieren zurückkehrenden Wachteln und Turteltauben nun nicht mehr genehmigen.

Hintergrund ist ein laufendes Verfahren gegen Malta, welches die EU-Kommission wegen wiederkehrender Verstöße Maltas gegen die Europäische Vogelschutzrichtlinie im Januar 2008 beim Gerichtshof angestrengt hat.

Darin geht es hauptsächlich um die seit dem EU-Beitritt jährlich im April und Mai eröffnete Frühlingsjagd, die nach EU-Recht strikt untersagt ist. Genauso wie auch der zur gleichen Zeit immer wieder erlaubte Fang von durchziehenden Wachteln und Turteltauben mit Schlagnetzen.

Trotz des schwebenden Verfahrens wollte die Maltesische Regierung auch in diesem Jahr die Jagd auf die Vögel in diesem Frühling erlauben. Der EU-Gerichtshof hat alle von Malta vorgelegten Argumente für eine Genehmigung der Jagdzeit im April und Mai eingehend geprüft und entschieden, daß keiner der vorgelegten Gründe ausreicht, um die Jagd während eines laufenden Verfahrens zuzulassen.

Das Komitee gegen den Vogelmord wird während des Vogelschutzcamps vom 26.04. bis 05.05.2008 sehr genau beobachten, was sich auf der Insel tut und jeden Verstoß gegen das Jagd- und Naturschutzrecht dokumentieren und zur Anzeige bringen.

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