Mauersegler in Berlin

Von Ende April bis Anfang Mai kehren die Mauersegler (Apus apus) aus ihren Winterquartieren aus Afrika nach Mitteleuropa zurück. Mitten in den belebten Städten und Ortschaften haben sich die ursprünglich in Felsen und alten Bäumen brütenden Vögel einen neuen Lebensraum erschlossen.

Sie kommen in den Norden, um in Europa den Sommer zu verbringen und hier ihre 2-3 Jungen aufzuziehen.

In Berlin sind die zahlreichen Altbauviertel im Zentrum der Stadt ebenso wie die Neubausiedlungen wichtige Brutgebiete. Mauerseglernester finden sich hier z.B. in Höhlungen und Spalten in Hauswänden, in unbenutzten Jalousiekästen, unter Dächern sowie hinter Fallrohren und Stuckornamenten.

Es scheint aber immer noch nicht ausreichend bekannt, dass die Niststätten von an Gebäude brütenden Vögeln – mit Ausnahme der Stadttauben – durch EU-Recht, das Bundesnaturschutzgesetz und das Berliner Naturschutzgesetz ganzjährig geschützt sind. Deshalb dürfen auch keinerlei störenden Maßnahmen stattfinden, wenn in den Nestern Eier liegen, Vögel brüten oder Jungvögel vorhanden sind.

Obwohl die Sachlage also eindeutig ist, ist in den letzten Jahren ein anhaltender Rückgang der Berliner Mauerseglerpopulation um bis zu 25% zu verzeichnen. Der Grund für diesen Rückgangang muss vor allem in der Gebäudesanierung und -modernisierung gesehen werden. Denn vor allem bei diesen Arbeiten werden die Nistplätze der Vögel zerstört.

Bei sorgfältiger Planung und fachlicher Beratung können die Bauarbeiten in der Regel, z.T. mit leichten zeitlichen Verschiebungen, dennoch durchgeführt werden. Dazu ist eine Befreiung der Vögel durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung notwendig. Die Vernichtung der Niststätten kann dagegen zu einem kostspieligen Baustopp führen.

Eine wichtige Voraussetzung für den Schutz der Mauersegler ist die Kenntnis von bestehenden Niststätten. Diese können dem Arbeitskreis Biotop- und Flächenschutz, BUND Berlin e.V. melden:

Tel: (030) 78 79 00 27
E-Mail: mauersegler@bund-berlin.de
Web: www.bund-berlin.de

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