Protestaktion: Vogeljagd in Europa

Die legale Bejagung von Wildvögeln auf dem Zug und in den Brutgebieten ist ein gesamteuropäisches Problem, das insgesamt 82 verschiedene Vogelarten betrifft.

Obwohl der Erhaltungszustand vieler Arten von der EU-Kommission als „unvorteilhaft“ bezeichnet wird, werden diese in den Jagdgesetzen zahlreicher Mitgliedsstaaten weiterhin als „jagdbar“ eingestuft.

Beispiele für die massive Jagd auf bedrohte Arten sind Feldlerche, Kiebitz und Bekassine, von denen pro Jahr und Art etwa eine halbe Million Vögel abgeschossen werden.

Mindestens ebenso dramatisch ist die Situation für Turteltauben (2,3 Millionen geschossene Individuen), Wachteln (2,6 Mio. Abschüsse), Spieß- oder Knäkenten (123.891 bzw. 24.454 geschossene Individuen), deren europäische Bestände sich ebenfalls seit Jahren auf Talfahrt befinden.

Zugvögel kennen naturgemäß keine Landesgrenzen und sind Teil des gemeinsamen Naturerbes aller Menschen. Der millionenfache, zielgerichtete und doch wiederum blinde Eingriff auf vielen Wegen des Vogelzuges kann nicht nachhaltig sein und dient indes nur einer kleinen, jagenden Minderheit der Europäer als Freizeitbeschäftigung.

Ausführliche Informationen sind unter www.komitee.de abrufbar.

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